P&R Insolvenzeröffnungsverfahren und Folgen für Anleger

Die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Container Leasing GmbH, die P&R Transport-Container GmbH und die P&R AG  haben beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt.

Deshalb wenden wir uns an Sie, die Anleger der insolventen P&R-Gesellschaften.

Ziel

Unser Ziel ist es, durch Bündelung der Anlegerinteressen größtmöglichen Einfluss auf das Insolvenzverfahren auszuüben. Bei 54.000 Anlegern wird eine wirksame Interessenvertretung nur gemeinschaftlich möglich sein. Der Gläubigerausschuss muss mit Personen besetzt werden, die einerseits im Insolvenzrecht und andererseits im Bereich von Logistikinvestitionen über die notwendigen Sachkenntnisse verfügen. Der Gläubigerausschuss hat im Insolvenzverfahren die Aufgabe, den Insolvenzverwalter zu kontrollieren und zu beraten. Dies geht nur mit dem entsprechenden Sachverstand. Dabei ist es nicht hilfreich, wenn diese Personen seitens des Insolvenzverwalters als Anlegerschützer, also Vertreter nur einer bestimmten Interessengruppe innerhalb des Verfahrens wahrgenommen werden. Vielmehr hat ein neutraler, sachkundiger Sparringspartner, der durch die Gläubigerversammlung eingesetzt wird, deutlich bessere Möglichkeiten, das Verhalten des Insolvenzverwalters und damit den Gang des Insolvenzverfahrens zu beeinflussen. Wir haben bereits, in Kooperation mit mehreren anderen Anwaltskanzleien, mit solchen neutralen Sachkundigen die Absprache getroffen, dass sie bereit sind, eine entsprechende Position im Gläubigerausschuss wahrzunehmen.

Eine der zentralen Fragen des Insolvenzverfahrens ist die Anerkennung Ihrer Eigentümerstellung an den Containern. Diese wird gegenwärtig von den vorläufigen  Insolvenzverwaltern in Frage gestellt.  Folge könnte sein, dass Ihnen als Anleger auch die von P&R garantierten Mieten nicht zustünden.

Aus der Erfahrung der Insolvenz des Containermanagers Magellan vor zwei Jahren müssen wir mit längeren Verfahren rechnen, in denen die Insolvenzverwalter auch weiterhin die Eigentümerstellung der Anleger an den Containern bestreiten werden. Doch selbst wenn die Insolvenzverwalter damit Recht behalten sollten, ist es unser Ziel dafür zu sorgen, dass die Insolvenzquote für Sie möglichst groß ausfällt. Klar ist dabei, dass eine Fortführung der Containerinvestments sinnvoller ist, als eine Zerschlagung der Containerflotte, wie das bei der Insolvenz der Fa. Magellan der Fall war.

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Dynamisch wachsende Weltwirtschaft beflügelt Welthandel und Containermarkt

Die Performance der Weltwirtschaft, die Entwicklung des Welthandels und die Entwicklung der Containerwirtschaft sind unmittelbar miteinander verbunden. In einer Welt, in der die internationale Arbeitsteilung realer Alltag ist, ist der Container als Transportbehälter nicht wegzudenken und durch nichts zu ersetzen.

Im vergangenen Jahr hat die Weltwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds um 3,7 Prozent zugelegt, die Menge der gehandelten Waren und Güter nach Zahlen der Welthandelsorganisation gar um 4,7 Prozent. Der Containerumschlag in den weltweiten Häfen, das heißt, die Anzahl an Containerboxen, die dort insgesamt verladen worden sind, hat gar um über 6,5 Prozent zugenommen. Damit blickt die Containerwirtschaft auf ein sehr positives Geschäftsjahr 2017 zurück.

Die während der ersten Monate 2018 veröffentlichten Geschäftszahlen sowohl führender Containerreedereien als auch der börsennotierten Leasinggesellschaften Textainer, Triton und CAI belegen die erfreuliche Entwicklung.
Gezeigt werden unter anderem deutlich gestiegene Umsätze und Gewinne sowie sehr hohe Auslastungsraten. Die Containerflotten der Vermieter sind aktuell nahezu voll ausgelastet

Aussichten für die Weltwirtschaft

Nach Einschätzung der Welthandelsorganisation soll der Welthandel im Jahr 2018 weiter wachsen. Tatsächlich haben die Ökonomen ihre Erwartungen von 3,2 auf 4,4 Prozent angehoben. Für 2019 erwarten sie vier Prozent.

Auch der im April 2018 veröffentlichte World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds sieht für die Weltwirtschaft einen weiterhin kräftigen Aufschwung. Für das laufende und das kommende Jahr sagt der Fonds jeweils ein Wachstum von 3,9 Prozent voraus.

Die Aussagen beider Institute stehen jedoch unter dem Vorbehalt, dass die gegenwärtigen Handelskonflikte sich nicht weiter verschärfen. Währungsfonds und Welthandelsorganisation weisen auf die daraus resultierenden Risiken und die generellen Unsicherheiten durch geopolitische Konflikte hin. Grundsätzlich seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ein weiterhin erfreuliches Wachstum jedoch sehr gut.

Für den Containermarkt sind die Aussichten dementsprechend auch positiv und die Vorzeichen stehen auf Wachstum. Die Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey & Company hat im Oktober 2017 eine Marktstudie veröffentlicht, in der sie die durchschnittliche Wachstumsrate des Containermarktes für die nächsten 50 Jahre zwischen 1,9 und 3,2 Prozent pro Jahr sieht.

Das Containerleasing – Kerngeschäft hinter dem Container-Direktinvestment

Der für Container-Direktinvestments relevante Teilmarkt des Containermarktes ist der Containerleasingmarkt, also der Mietmarkt für Container. Reedereien und Transportfirmen verfügen über eigene Containerflotten, mieten aber auch große Anzahlen an Transportboxen hinzu, um ihren Bedarf an Containern zu decken.

Eine Reihe von Firmen ist auf die Vermietung von Containern spezialisiert. Umgerechnet rund 20 Millionen TEU – TEU steht für Twenty Foot Equivalent Unit und ist eine branchengebräuchliche Bezeichnung für einen 20 Fuß Standardcontainer – und damit etwas mehr als die Hälfte aller Container weltweit, gehören den Containerleasingfirmen bzw. werden von diesen verwaltet. Es sind eben diese Containerleasingfirmen, die mittel- oder unmittelbar die Direktinvestment-Container mieten, managen und weiter an die Transportfirmen und Reedereien vermieten.

Die größten sechs Containervermieter managen einen Marktanteil von beinahe 80 Prozent der Mietcontainerflotte, also rund 15,8 Millionen TEU. Drei dieser sechs Gesellschaften (Triton, Textainer und CAI) sind börsennotiert und veröffentlichen regelmäßig ihre Geschäftszahlen, weswegen dem interessierten Leser sämtliche Angaben zu deren Geschäftsgang und zu ihrer Einschätzung des Marktes zugänglich sind.Die drei Gesellschaften dokumentieren im ersten Quartal 2018, dass das Geschäftsjahr 2017 für den Containermarkt und insbesondere den Mietcontainermarkt sehr erfolgreich verlaufen ist. Ihre Auslastungszahlen liegen sehr nah an einer Vollauslastung. Triton beispielsweise berichtet von durchschnittlich 98,6 Prozent Auslastung, Textainer spricht von 97,4 Prozent und CAI erzielte gar 99 Prozent.

Den Preis für die Anschaffung von neuen 20 Fuß Standardcontainern sahen die drei Leasinggesellschaften zuletzt zwischen 2.000 und 2.200 US Dollar pro Stück. Alle drei Unternehmen erwarten, dass der Preis kurz- bis mittelfristig auf diesem Niveau verharrt. Textainer berichtete darüber hinaus, dass die Mietverträge, die 2018 auslaufen, durchschnittlich 0,56 US Dollar pro Container erzielen. Für die anstehenden Neuvermietungen erwartet das zweitgrößte Containervermietunternehmen der Welt deutlich höhere Leasingraten. Grundsätzlich gehen die drei Containermanager für 2018 von Rahmenbedingungen aus und erwarten weiteres Wachstum.